Deutliches Wachstum bei Berufsbekleidung
Ein deutlicher Zuwachs von mehr als 6 Prozent in 2007 beschert der Berufsbekleidungs-Branche erfreuliche Perspektiven für die Zukunft. Eine wieder zunehmende Beschäftigung in der Industrie schlägt sich auch im Markt für Berufsbekleidung nieder. Und doch ist das nur ein Teil des Aufschwungs, zumal das Marktvolumen für Berufsbekleidung das Beschäftigungswachstum (deutlich) übersteigt. Der Schlüssel liegt zu einem gewichtigen Teil in qualitativem Wachstum.

Multifunktionell und modisch – Die Klassiker Latzhose, Bundjacke und Kittel, die über lange Zeit das Bild in Handwerk, Handel und Industrie beherrschten, dienen aus und werden durch ein moderneres Outfit ersetzt. Schutzkleidung wird multifunktional und kombiniert gleich mehrere Eigenschaften in einem. In vielen Berufen zieht mehr Schick ein – funktionell und gleichzeitig modisch geschnitten.
Mietservice gewinnt – Nicht alle Vertriebswege profitieren allerdings im gleichen Maße vom Wachstum, wie die BBE-Analyse zeigt. Vor allem der Mietservice hat in den meisten Industrie- und Gewerbezweigen weiter zugelegt, denn er entlastet die Betriebe von der gesamten Handhabung der Kleidung. Das ist insbesondere für diejenigen Unternehmen interessant, die Schutzkleidung im Betrieb einsetzen. Denn anstelle des Unternehmers übernimmt der Mietservice-Anbieter die Gewähr, dass die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) der Beschäftigten nach der Aufbereitung, also Pflege, ihre volle Funktionalität besitzt.
Anwendungsbranchen vom Wachstum beflügelt – Die meisten für Berufsbekleidung relevanten Branchen verbuchten zuletzt teilweise deutliche Beschäftigungszuwächse und in den meisten Branchen wurde wieder kräftig in Berufsbekleidung investiert.
Mengenwachstum vs. Wertwachstum – In einem SPEZIAL des jetzt erschienenen Branchenreports zeigen die BBE-Experten nun auch die Stückzahlen der Berufsbekleidungssegmente auf. Neben der damit möglichen Einordnung der mengenmäßigen Größenverhältnisse zeigen die Entwicklungen auch, welche Segmente weiter unter Preisdruck stehen und welchen ein Wachstum mit höheren Preisen gelingt.
Wie viel geben Arbeitnehmer selber aus? – Interessant und ein Novum ist die Darstellung, ob der Arbeitgeber oder der Beschäftigte für seine Berufsbekleidung zahlt. Der Umfang, in dem private Ausgaben für Berufsbekleidung getätigt werden, lässt auch jeden Fall nicht den Schluss zu, dass diese vorwiegend für Hobbyzwecke eingesetzt wird.
Neue Daten: Hemden – Zwar ist der Markt für Berufsbekleidung mit den Teilsegmenten Schutzanzüge, Schutzjacken, Hosen und Latzhosen, Schürzen und Kittel, Sonstige Schutzkleidung und Arbeitsschuhe klar abgegrenzt. Es wird aber selbstverständlich noch mehr Bekleidung für die Arbeit gekauft und genutzt, deren Abgrenzung und Quantifizierung aber schon durch die Vermischung beruflicher und privater Nutzung schwierig ist. Erstmals haben die Analysten der BBE nun das Marktvolumen für Arbeitshemden quantifiziert.
Uniformen – Eine „Grauzone“ schien bislang auch der Markt für Uniformen, insbesondere im Bereich hoheitlicher Aufgaben, wie Polizei oder Bundeswehr. Auch hier beschreibt der aktuelle BBE-Branchenreport erstmals eine Bandbreite des Marktvolumens.
Europa – Erstmals zeigt der Branchenreport auch einen kurzen Blick auf ausgewählte Märkte Europas. Und schon die Verteilung auf die verschiedenen Berufsbekleidungssegmente macht schnell klar: Jeder Markt hat andere industrielle und Dienstleistungsstrukturen mit individuellen Anforderungen.
Ausblick 2012 – Detailliert befassen sich die Experten der BBE mit der Frage welche Entwicklungen die einzelnen Segmente und Vertriebswege für die Zukunft beeinflussen, sie prognostizieren die Marktvolumina und Vertriebswegeanteile im Jahr 2012 und beschreiben neue strategische Ansätze für die Marktbearbeitung.